19.10. 2013
Erste Bühnenprobe: Rollende Urmel-Eier, schiffbrüchige Rockstars auf schwankenden Planken, schwebender Vanille-Pudding!
17.10. 2013
Proben-Ausschnitt „Urmel aus dem Eis“ auf WDR. Der coole Regisseur aus Hamburg klingt leider wie Bundesjogi Löw: WDR MEDIATHEK „EIN WEIHNACHTSSTÜCK ENTSTEHT“
15.10. 2013
Dialoge, die Geschichte schreiben:
URMEL: „Qui quä pscht gluck gluck miminipi quä tsch tsch öh äh!“
TIBATONG: „Qui gluck pscht pipinunu?“
URMEL: „Miminipi! Quäää!“
11.10. 2013
Ich wusste es. Eine Theaterproduktion im Spätherbst ohne die übliche Atemwegs-Seuche ist unmöglich. Die Bakterien fressen sich durch das Ensemble und reißen ihre Opfer: Sprechtheater und Tröpfcheninfektion sind alte Freunde. Ab sofort proben wir in sterilen OP-Anzügen, tragen Mundschutz und essen vor jeder Probe eine verdammte Kiwi. Thalia steh mir bei.
01.10. 2013
Neue Strophe des Smash-Hit „Traurig sein ist lustig“
vom depressiven Seelefanten („Urmel aus dem Eis“):
Ich male gern Edvard Munch nach Zahlen
Und Regenbogen mit ganz vielen bunten Farben
Am liebsten in Schwarz, Grau und Weiß
Meine Lieblingsfilme enden immer tragisch wie Bambi
Am Schluss sind dann alle geschieden, arbeitslos oder verwaist
Und wenn´s doch mal komisch wird guck ich halt weg oder geh aufs Klo
Oder hol mir an der Kinokasse Popcorn mit Meersalz
30.09. 2013
Probenbeginn in Bielefeld; Lese- und Konzeptionsprobe um 10.30 Uhr. Ab jetzt wieder volle Kraft voraus. Die Probenzeit ist knapp – und gesund durch den Herbst kommen jetzt ganz wichtig. Als Teil eines Theaterensembles und auf den vielen anstehenden Zugreisen aber nicht so einfach: Das Immunsystem wurde bereits heute Morgen durch meinen röchelnden, freischneuzenden, leise vor sich hinfiebernden Sitznachbarn auf eine harte Probe gestellt. Krank Zuhause bleiben kann sich heute keiner mehr leisten. Und ich schon gar nicht. Toi Toi Toi.
21.09. 2013
Mit A. im Theater. Vor uns einer jener Verbissenen, welche, immer wenn ihnen etwas missfällt, ganz leicht den in Würde und Wut ergrauten Kopf schütteln. Laut schimpfen, schnarchen, Gemüse auf die Bühne werfen, türschlagend den Saal verlassen, Geld zurückfordern, den Regisseur abpassen – Alles ist besser als während der Vorstellung ständig ganz leicht den zu Kopf schütteln.
15.09. 2013
Arbeit an Songtexten für einen depressiv verstimmten Seele-Fanten:
Traurig sein ist echt lustig
Ich weine mich scheckig
Und das ist so schön
Und wenn sich auf Heulkrampf
Nichts reimen will
Dann frage ich eben den Heulbutt.
Oder den Zitterrochen.
Oder den Tränendrückerfisch.
Oder den Weinen Hai.
05.09. 2013
Der Vorverkauf hat schon begonnen! Mit dabei: Ein Professor, der Eier ausbrütet. Ein depressiver See-Elefant. Ein Pinguin mit feuchter Aussprache. Ein Schwein, das Koteletts brät. Ein Waran aus Nordfrankreich. Ein arbeitsloser König. Ein grünes Urmel mit Schuppen. Stanley Kubrick. Doktor Zwengelmann aus Pumpolon. Seine beiden unbezahlten Praktikanten. Eine krabinische Riesenjappe. Ein unsichtbarer Fisch. Zwei Rockstars!
05.08. 2013
Buon giorno, Cavaliere: chiudi il becco!
Mit Bühnenbildnerin Beatrice und Pferdehändler Michael im Theaterbüro, Außenstelle Knuth. Zwischen Cappuccino, Textbuch und Croissant drängt sich die Frage:
Glaubst DU noch an Gerechtigkeit?