Neue Stücke

(Leseexemplare auf Anfrage)

Die drei Musketiere – Eine für alle, alle für eine!

Von Andreas Kloos frei nach Alexandre Dumas (Uraufführung: Langenargener Festspiele 2024) 3D, 2H

Frankreich 1628. Vor dem Hintergrund einer politischen Krise macht sich der junge Provinzler d’Artagnan auf den Weg nach Paris um Musketier seiner Majestät König Ludwig XIII. zu werden. Bei seiner Ankunft in der Hauptstadt staunt er jedoch nicht schlecht: Seine ersten Gegner, mit welchen er sich zum Duell verabredet hat, heißen ausgerechnet Athos, Porthos und Aramis. Die drei Musketiere! Diese sind – zu d’Artagnan’s großer Überraschung – allesamt Frauen. Was sie nicht weniger verwegen, rauflustig und trinkfreudig macht. Gemeinsam müssen sie schließlich ein großes Abenteuer um Liebe, Untreue und Verrat bestehen und eine Intrige gegen die Königin Anna von Österreich abwenden. Der Hamburger Autor Andreas Kloos hat sich in seinem Stück für eine klare und mitunter explizite Sprache entschieden, wenn seine Musketiere klarmachen, was sie sein wollen: Rauflustig, verwegen, trink- und kontaktfreudig. Nicht zuletzt zieht das Stück eine weitere Ebene ein: Es beschäftigt sich mit Geschlechteridentitäten, ohne aufdringliche Antworten liefern zu wollen.  

Aschenputtel

Von Andreas Kloos frei nach den Brüdern Grimm (Uraufführung: Theater Ulm 2022) 3D, 2H

Sie muss putzen, kochen und backen, stets für alle Aufgaben verfügbar sein und bekommt dafür kein Lob, sondern wird beschimpft und als »Aschenputtel« verspottet. Nicht einmal ein eigenes Zimmer oder Bett gestehen ihr die Stiefmutter und die Stiefschwestern zu, und ihr gutmütiger, aber naiver Papa schaut bei diesen schlimmen Zuständen einfach weg. Wohin sehnt sich ein Mädchen, das so ungerecht behandelt wird? Manchmal in die Wälder, die Ruhe der Natur oder in die Nähe der leider so früh verstorbenen Mutter. Sicher aber auch zu dem großen festlichen Ball, der im königlichen Schloss angekündigt ist. Vielleicht trifft sie dort jemanden, der sie versteht und mag? Die Geschichte vom Aschenputtel (oder Aschenbrödel) wurde hierzulande durch die Brüder Grimm und Ludwig Bechstein bekannt, als Cinderella, Cendrillon, Cenerentola oder Popelka kennt man die Figur aber in vielen Ländern Europas und durch zahlreiche Verfilmungen weltweit. Andreas Kloos greift in seiner Theaterversion populäre Motive des Märchens auf und erzählt mit Schalk und Wortwitz von einem feinfühligen jungen Menschen, der sich in seinem Bedürfnis nach Zuneigung und Verständnis nicht beirren lässt.